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Uli Biaho Tower (6.083m), Trango Tower (6.257m) und Nameless Tower (6158m)

Die eigentlichen Ziele dieser Expedition waren die Erstbegehung des Südwestgrats am Broad Peak sowie die Erstdurchsteigung der Direkten Südostwand des K2.

Allerdings weicht die Expedition am Broad Peak auf den Normalweg aus, über den die Schweizer Beda Fuster, Diego Wellig und Rolf Zemp sowie die Österreicher Peter Wörgötter und Markus Prechtel am 21. Juni 1986 den Gipfel (8051m) erreichen. Am folgenden Tag stehen auch die Deutschen Joachim Labisch und Heini Koch (stellvertretender Expeditionsleiter) auf dem höchsten Punkt.

Derweil sind die Polen Jerzy Kukuczka und Tadeusz Piotrowski zusammen mit dem Allgäuer Toni Freudig in der Südostwand des K2 aktiv. Gesundheitliche Probleme zwingen Freudig bei rund 6400 Metern zur Aufgabe. Die beiden Polen steigen weiter über eine steile, mit tückischem Neuschnee bedeckte Felsrippe und biwakieren in einer Höhe von rund 6950 Metern. Tags darauf ringen Kukuczka und Piotrowski der Wand weitere 450 Meter ab, ehe sie ein Schlechtwettereinbruch zum Rückzug ins Basislager zwingt.

Abendstimmung am Concordia Platz gegen Paiju-Peak (6613m) und Trango Tower rechts

Am 3. Juli steigt das polnische Team erneut in die Südostwand ein und bewältigt in einem Zug tausend Höhenmeter. Am nächsten Tag wird das markante Sichelcouloir erreicht. Zwei Tage klettern Kukuczka und Piotrowski durch die schwierige Eisrinne empor, bis ihnen auf 8100 Metern eine Felsbarriere den Weiterweg versperrt. Bei Schwierigkeiten im oberen fünften Grad benötigt Kukuczka einen ganzen Tag für die Bewältigung von 30 Metern. Am 8. Juli setzen die Polen alles auf eine Karte. Jeder trägt nur noch einen kleinen Rucksack, der eine Alufolie und den Fotoapparat enthält. Alles andere bleibt zurück. Gegen Mittag erreichen sie bei rund 8300 Metern den Ausstieg auf den Abruzzensporn. Stundenlang spuren sie durch lockeren Neuschnee. Um 18.30 steht Jerzy Kukuczka auf dem höchsten Punkt (8611m), wenig später erreicht auch Tadeusz Piotrowski den Gipfel. Auf dem Rückweg werden sie bei 8300 Metern zu einem weiteren Biwak gezwungen und setzen am andern Morgen den Abstieg fort. Dabei verliert Piotrowski in einer Steilpassage beide Steigeisen und stürzt tödlich ab. Kukuczka trifft am 11. Juli total erschöpft im Basislager ein.

Am 5. Juli waren bereits die beiden Schweizer Beda Fuster und Rolf Zemb ohne die Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff über den Abruzzensporn zum Gipfel des K2 aufgestiegen.

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