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Bayerische Forscher und Entdecker

Freitag, den 6. März 2015 um 19.00 Uhr
Dia-Vortrag im SEEFORUM, Rottach-Egern

Themen: Geologe, Kartograph, Landschaftsmaler, Himalaya- und Hochasien-Reisender

Die Gebrüder Schlagintweit

Gebrüder Schlagintweit

Am 9. Januar 1829 in München geboren, am 26. August 1857 bei islamischen Religionskämpfen in Ostturkestan in Kashgar ermordet.

  • Humanistische Schulbildung am Mün­chner Wilhelmsgymnasium, Abitur.
  • Studium der Geologie an der Universität München
  • Habilitation zur »Geologie der baye­rischen Alpen«
  • Reisen nach England, Schottland sowie in die Berge Österreichs und der Schweiz.

Adolph und Hermann Schlag­intweit versuchen erfolglos die Erstbesteigung der Dufourspitze (4634 m).

Alexander von Humboldt schätzt die Schlaginweits. Er vermittelt ihnen einen Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV und der Britischen Ostindienkompagnie: noch unbekannte Bereiche Indiens sind wissenschaftlich zu erforschen! Abreise der Schlagintweits anno 1854, sie vermessen ab April 1855 Berge und Gletscher im Himalaya.

Ihr mutiger Erstbesteigungsversuch des 7.355 m hohen Ibi Gamin endet in 6.785 m Höhe – damals ein ›Weltrekord‹! Adolph Schlagintweit beschreibt als Erster geographische Zusammenhänge von Himalaya, Karakorum und Kunlun; es folgen Forschungsreisen nach Kaschmir, Ladakh und Baltistan.

Ergebnisse der dreijährigen Hochasien-Expedition: in 450 Kisten zahllose Aufzeichnungen, präzise Vermessungsdaten und 750 grandios gemalte Landschaften!

Sommer 1857: Adolph Schlagintweit reist alleine ins Kunlun-Gebirge im Norden Tibets. Er sucht jene Bergregion auf, wo nach Überlieferungen der chinesischen Mythologie Berufene ihre Unsterblichkeit erlangen. Bei der Weiterreise nach Turkestan gerät der 28jährige Adolph in einen islamischen Religionskrieg, flieht ohne Gepäck mittellos nach Káshgar.

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