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ursprünglich veröffentlicht: Mittwoch, den 27. Januar 2010

Bezeichnung ‚Spielfilm’ rechtfertig nicht Unwahrheiten!

Die Stiftung hat am 19.Januar 2010 an die Geschäftsleitung der SENATOR ENTERTAINMENT AG geschrieben, dass sie zusammen mit der Stiftung „im Interesse der Ehrenrettung der Verstorbenen Prof. Dr. Herrligkoffer, Felix Kuen und Peter Scholz gemeinsam eine allseits akzeptable und praktikable“ Lösung suchen sollte.

Wie der Stiftungsvorsitzende Manfred Sturm u.a. ausführte, sei nach bisherigen Erfahrungen und Veröffentlichungen davon auszugehen, dass – trotz der Bezeichnung ‚Spielfilm Nanga Parbat’ und damit eingeforderten „künstlerischen Freiheiten“ des Regisseurs Joseph Vilsmaier – „sich durch die Verwendung der realen Namen der damaligen Expeditionsteilnehmer beim Publikum sehr wohl der Eindruck verfestigt, es handle sich um eine dokumentarische und damit in allen Belangen den Tatsachen und wahren Begebenheiten entsprechende Darstellung des Verlaufs und der Ereignisse der gezeigten Expedition von 1970 zum Nanga Parbat.“

Dies umso mehr, als diese Expedition schon seit Jahrzehnten immer wieder in den Medien und der allgemeinen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird: „Bislang veröffentlicht Reaktionen von Kinobesuchern haben diese Sichtweise unzweifelhaft bestätigt.“

Dass die Stiftung die Darstellungen der drei Verstorbenen im Film des Regisseurs Joseph Vilsmaier und der Filmgesellschaft ‚Senator Entertainment AG’, Berlin, als „verzerrt, falsch und inakzeptabel“ anprangere, sei bekannt. Manfred Sturm fasst zusammen, dass sich die Stiftung mit diesen Einschätzungen sicher weiß aufgrund eigener Wahrnehmung zur Persönlichkeit des Stifters, nach diesbezüglichen Aussagen der Mehrheit der Teilnehmer der Expedition zum Nanga Parbat von 1970 sowie von Aussagen von Teilnehmern anderer von Prof. Dr. Herrligkoffer geleiteter Expeditionen. Hinzu kommen Aussagen von anderen ‚Zeitzeugen’, die Herrligkoffer über Jahrzehnte sehr gut kannten sowie auch des Sohnes Klaus M. Herrligkoffer.

Die im Film ‚Nanga Parbat’ vorgenommene öffentliche Darstellung von angeblichen Verhaltensweisen und von angeblichen negativen Charaktereigenschaften des Stifters entsprechen nicht der von vielen ‚Zeitzeugen’ wahrgenommen „Realität und Wahrheit der Persönlichkeit von Dr. Karl Maria Herrligkoffer“. Die damaligen vielen, juristisch verlorenen gegangenen Konflikte des Filmberaters Reinhold Messner sowie dessen persönliche Einschätzung des 1991 verstorbenen Expeditionsleiter Dr. Herrligkoffer rechtfertigen keinesfalls eine „medial unwahre Zerrbilddarstellung eines verantwortungslosen, seine Pflichten verletzenden Expeditionsleiters Dr. Herrligkoffers in einem sogenannten Spielfilm im Jahr 2010“.

Unwahre Darstellungen jedoch stellen – so Manfred Sturm – auch eine nachteilige „Beeinträchtigung der Reputation und der zukünftigen Entfaltung unserer Stiftung im Sinn deren Satzung dar.“

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